Betonzisterne oder Kunststoffzisterne?

Die teuerste, größte und am schwierigsten auszutauschende Komponente einer Regenwasseranlage ist fraglos die Zisterne. Da ist es naheliegend, dass man bei der Auswahl der geeigneten Zisterne möglichst keine Fehler machen will.

Neben der richtigen Größe, die man zum Beispiel hier berechnen kann, ist das Material der Zisterne entscheidend.

Die beiden Materialien, die in Frage kommen sind Beton und Kunststoff (in der Regel Polyethylen, selten GFK). Eine Regenwasserzisterne sollte unabhängig vom Material aus dem sie gefertigt ist unbedingt monolithisch, das heißt nahtlos in einem Stück gegossen sein. Alle weiteren Überlegungen beziehen sich auf monolithische Zisternen.

Wir sind in der angenehmen Lage, Ihnen bundesweit sowohl Kunststoffzisterne als auch Betonzisternen in hervorragender Qualität anbieten zu können. Wir müssen daher nicht die Vorteile eines Zisternenmaterials herausstellen sondern können objektiv beraten.

Für verschiedene Objekte sind mal Betonzisternen und mal Kunststoffzisternen besser geeignet. Es sind verschiedene Kriterien, die das beeinflussen:

Kosten

Grundsätzlich dienen Regenwasseranlagen dazu Wasser zu sparen. Ökologische, wie auch ökonomische Betrachtungen stehen daher immer im Vordergrund. Daher ist ein Auswahlkriterium für eine Zisterne immer auch der Preis. Es lässt sich nicht pauschal sagen, ob eine Beton- oder eine Kunststoffzisterne günstiger ist. Die Faktoren dafür sind:

Größe

Da sie durch ihr großes Gewicht nur von Spezialfahrzeugen bewegt werden können machen bei Betonzisternen die Frachtkosten immer einen großen Teil der Gesamtkosten aus. Dadurch und durch das Herstellungsverfahren ist der Preisunterschied zwischen einer 3 m³ und einer 6 m³ Zisterne relativ gering. Bei Kunststoffzisternen ist hier der Preisunterschied größer. Bei kleinen Größen sind Kunststoffzisternen dadurch günstiger als Betonzisternen, bei großen Zisternen sind Betonzisternen günstiger. Bei einer Größe von ca. 3-4 m³ sind beide ähnlich teuer.

Befahrbarkeit

Die Befahrbarkeit lässt sich bei Betonzisternen grundsätzlich leichter herstellen als bei Kunststoffzisternen. Oft wird nur die Abdeckung der Betonzisterne getauscht.

Einbaubedingungen

Ein weiterer wichtiger Faktor neben den Kosten stellen die Einbaubedingungen dar. Monolithische Betonzisternen sind sehr schwer. Das Zisternenunterteil wiegt zum Beispiel bei einer 6 m³ Zisterne ca. 5 to. Dieses Gewicht lässt sich mit dem Baukran gar nicht, meist aber auch nicht mit dem Bagger bewegen. Hier ist es wichtig, dass die Zisterne vom Liefer-LKW in die Baugrube eingesetzt werden kann. Der LKW, der die Betonzisterne anliefert ist ein Schwerlast LKW mit einem Ladekran am Fahrzeugheck. Kann er rückwärts an die Baugrube heranfahren, so wird er mit diesem Kran die Zisterne in die Baugrube einsetzen, das Fahrzeugheck darf aber maximal 4 Meter von der Mitte der Baugrube entfernt sein. Bei einem größeren Abstand ist ein Autokran erforderlich.

Wird die Zisterne vor dem Haus eingebaut, so ist die Zufahrt zur Baugrube in der Regel möglich.

Soll die Zisterne zum Beispiel hinter dem Haus eingebaut werden oder ist eine Zufahrt direkt zur Baugrube nicht möglich, so ist eine Kunststoffzisterne leichter handzuhaben. Durch ihr erheblich geringeres Gewicht kann sie mit dem Baukran oder dem Bagger, oder auch mit 4 Personen bewegt werden und in die Baugrube eingebaut werden.

Einige besondere Einbaubedingungen: Bei hohem Grundwasserstand sollt auf jeden Fall eine Betonzisterne eingebaut werden, da diese durch ihr großes Eigengewicht nicht aufschwimmen kann. Bei lehmhaltigen Boden sollte bei Kunststoffzisternen eine Drainage verlegt werden. Werden Kunststoffzisternen direkt an einen steilen Hang gebaut, ist unter Umständen eine Stützmauer erforderlich.

Wasserqualität

Bei der Wasserqualität kann man in der Praxis keine nennenswerten Unterschiede zwischen Kunststoff- und Betonzisternen feststellen. Aussagen, das Wasser aus Betonzisternen sei „frischer“ sind Quatsch. Das Wasser aus der Zisterne ist für die Toilette und die Waschmaschine, da brauchen wir sauberes Wasser und kein frisches.

Der einzige Unterschied den man zwischen Kunststoff und Betonzisternen nachweisen kann ist die Säure des gelagerten Regenwassers. Fließt Regenwasser in die Zisterne ist es zunächst sauer („Saurer Regen“). Kunststoff reagiert überhaupt nicht mit dem Regenwasser der pH Wert bleibt im sauren Bereich.

Der alkalische Beton reagiert mit dem sauren Regenwasser und neutralisiert es. Dieser Effekt ist nachweisbar, in den meisten Fällen jedoch unwichtig.

Haltbarkeit

Werden die Zisternen nach Herstellervorschrift eingebaut, so ist die Lebensdauer lang, unabhängig vom Zisternenmaterial. Sie sollten uns auf jeden Fall überleben.

Aus all diesen Faktoren suchen wir für Sie die optimale Zisterne aus, wenn Sie über unser Anfrageformular ein Angebot anfordern.

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